Therapeutische Angebote zur Milderung der Folgen andauernder Stigmatisierung der Betroffenen von SED-Unrecht

14.06.2022 | Zoom

Veranstaltung der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur:

Betroffene von SED-Unrecht erfahren auch heute noch eine andauernde Stigmatisierung in weiten Teilen der Gesellschaft. Ihre Erlebnisse werden bagatellisiert, ihr fortdauerndes Leiden negiert. In Rehabilitierungsverfahren müssen sie oft über viele Jahre auf eine Entscheidung warten und sehen sich zuweilen durch die bei ihnen liegende Beweislast nicht im Stande, ihre legitimen Rechte zu erstreiten. Dabei ist die gesellschaftliche Anerkennung essentiell für die persönliche Aufarbeitung von politisch motiviertem Unrecht. Dr. Stefan Trobisch-Lütge arbeitet seit vielen Jahren mit Betroffenen. Er erörtert an Fallbeispielen die weiter andauernde Stigmatisierung und stellt die therapeutischen Möglichkeiten zur Milderung der Folgen aus dem Angebot der von Jürgen Fuchs initiierten Beratungsstelle „Gegenwind“ vor. Die Zertifizierung wird bei der Ärztekammer Sachsen-Anhalt beantragt.

Referent: Dr. Stefan Trobisch-Lütge, Beratungsstelle Gegenwind Berlin

Anmeldung per E-Mail:veranstaltung(at)lza.lt.sachsen-anhalt.de bzw. über Tel.: 0391/560 1501