Forschungscamp 2021

18.11.2021 | Universität Rostock

Unter dem Motto „Sich treffen, kennenlernen, sich informieren und sich austauschen“ findet jährlich ein Forschungscamp der Universität Rostock statt. In diesem Jahr beteiligte sich ein Doktorand des Arbeitsbereiches Geschichte der Medizin der Universitätsmedizin Rostock. Herr Andreas Schult nahm sowohl an der Postersession (siehe Bild) als auch am Science Slam teil. Er präsentierte unter dem Titel „Wissenschaft zum "Anfassen" - von der Forschung zum Lehrmodell“ wie Netzwerke aus medizinhistorischen Daten am Beispiel eines Personennetzwerkes der Psychiatrie und Neurologie in der DDR analysiert und visualisiert werden können. Dabei bezog er sich auf unser BMBF-Verbundprojekt, insbesondere auf das Teilprojekt zur Psychiatrie in der DDR.

Konkret beschäftigt sich Herr Schult mit der Erforschung, Gewinnung, Analyse und Visualisierung medizinhistorischer Daten aus Originaldokumenten mittels EDV-gestützter Verfahren am Beispiel eines Personennetzwerkes der Psychiatrie und Neurologie in derDDR.  Dazu analysiert er das komplette Archiv der Zeitschrift "Psychiatrie, Neurologie und medizinische Psychologie" von 1949 - 1990 mit Hilfe der Zitationsanalyse. Dabei versucht Andreas Schult möglichst viel Arbeitsaufwand durch Datenverarbeitung zu reduzieren, um die große Datenmenge bewältigen zu können.

Die erhaltenen Daten sollen dann auf geeignete Weise visualisiert werden. Dazu entwickelt er zum einen eine interaktive (Web)Anwendung, die für die explorative Datenanalyse genutzt werden kann. Zum anderen möchte Herr Schult mit modernen Herstellungstechniken (z.B. 3D-Druck) plastische Modelle dieser Visualisierungen erzeugen, die in Schaukästen, Museen oder Ausstellungen gezeigt werden und dem Fachmann wie dem Laien einen haptischen Zugang zur Thematik bieten können.